Rundbrief 2013

Zwei Pakete voller gestrickter Schals, Kleidungsstücke und Fingerpuppen sind in Brasilien angekommen.

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Queridos amigos,

lange habe ich mich nicht gemeldet mit Neuigkeiten aus Brasilien. Aber nun gibt es einiges zu erzählen.

Zwischenzeitlich sind zwei Pakete voller gestrickter Schals, Kleidungsstücke und Fingerpuppen in Brasilien angekommen, die Elisabeth Wöbeking vor einiger Zeit losgeschickt hat. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die dafür fleißig gestrickt haben! Das eine Paket hatte eine lange Reise. Es musste beim Zoll abgeholt werden, da es so schöne Sachen waren (u.a. die tollen Fingerpuppen), dass die Herren vom Zoll vermuteten, die Sachen würden zum Verkauf nach Brasilien geschickt werden… Das ist Brasil!

Gestern das Gespräch mit Fátima Alves, Leiterin der Kita, brachte viele schöne Neuigkeiten.

Der Bürgermeister von São Paulo schenkt dem sozialen Bereich nun endlich positive Aufmerksamkeit! Er will dafür sorgen, dass qualitativ gut arbeitende creches/Kitas, mehr unterstützt werden sollen!! Ob das an den Demonstrationen liegt, der WM oder woran auch immer, ist uns egal. Hauptsache in Brasilien kommt etwas in Bewegung!

Dann hatte Fátima in der Behörde eine besondere Begegnung. Sie brachte die dort benötigten Dokumente vorbei, die jedes Jahr zum Ende des Jahres dort abgeliefert werden müssen. Sie wurde von einer Frau begrüßt, die Fátima mit Namen ansprach. Fátima erkannte dann ebenfalls in ihr eine gute Bekannte von früher aus den Alphabethisierungszeiten. Lange ist das nun schon her. Unser Glück ist nun, dass alle Dokumente zügig bearbeitet und sofort genehmigt wurden, ohne jegliche Beanstandung… Das ist bisher noch nie vorgekommen.

Dann haben wir noch Unterstützung im Büro bekommen. Dort arbeitet jetzt eine neue pädagogische Koordinatorin. Sie ist 32 Jahre alt, hat Pädagogik studiert und Fátima kennt Thaís schon, als sie noch klein war. Fátima fühlt sich nun sehr entlastet, da sie jetzt nicht nur weniger Arbeit hat, sondern Thaís auch in Fátimas Sinne handelt!

Eine weitere schöne Geschichte ist, dass 2 Kinder aus unserer Anfangszeit nun ihre eigenen Kinder zu uns bringen. Ich kenne die beiden auch noch aus dieser Zeit. Als Wellington mit seinem Sohn zu Fátima kam und sie mit tia Fátima (Tante Fátima) begrüßte, beschwerte sich sein Sohn und sagte: „Das ist nicht deine tia, das ist meine!“ und der Vater sagte nur: “Sie ist auch immer noch meine tia Fátima. Das was du hier erlebst, habe ich auch schon alles erlebt.“ Wellington arbeitet in einer Autowerkstatt.

Dann habe auch ich von den letzten Aktionen hier in Deutschland erzählt. Die Idee mit dem Verkauf selbstgemachter Marmeladen auf dem Bohmter Markt, fanden sie eine prima Idee und zum Benefizkonzert in Bohmte, wären sie gerne auch gekommen.

Hier in Hamburg habe ich an meiner Schule wieder einen Sponsorenlauf organisiert, bei dem die Kinder bestimmt wieder viel Spenden erlaufen haben.
Dann sind die Räume alle mit einem neuen Fußboden ausgestattet und die
Renovierungsmaßnahmen für das Dach vom Büro wurden begonnen.
Demnächst muss das Eingangstor erneuert werden, sowie der Einfahrtsbereich.
Zum Abschluss nun noch eine letzte schöne Geschichte. Fátima kümmert sich oft um inzelne Kinder, die eine besondere Unterstützung brauchen. Sie hat mit einem Jungen eines der Pakete geöffnet und dazu eine Geschichte erzählt. Die Geschichte von den Freunden aus Deutschland, die immer an ihn denken und schöne Sachen erschicken. Sie nahm ein Armband aus Wolle aus dem Paket und schenkte es dem Jungen. Er fühlte sich so beschenkt! Ihn hat das so glücklich gemacht, dass er seit dem viel zugänglicher geworden ist.
Das ist das Geheimnis von Glück!

Até logo                                                                                                                                       Eure Sandra Wöbeking

 

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