Spendenaktion und Besuch der ZEA

Spendenaktion der Viertklässler mit Besuch der ZEA (Zentrale Erstaufnahme) Bargkoppelstieg am 14.12.15

(C. Kretschmer)

In den vierten Klassen entstand der Wunsch etwas für die Flüchtlinge zu tun. Nach einem Gespräch mit Frau Zielke, der Koordinatorin der Zentralen Erstaufnahme im Bargkoppelstieg, wurde es schnell konkret. In der ZEA Bargkoppelstieg wird mehrmals in der Woche für jeweils zwei Stunden eine Kinder AG angeboten, wo die Flüchtlingskinder basteln, malen und spielen können. Geleitet wird die KinderAG von einigen ehrenamtlich tätigen Damen. Für diese KinderAG wurde dringend Bastel- und Zeichenmaterial benötigt. Die Eltern unserer Viertklässler haben so viel Papier, Tuschkästen, Stifte usw. gespendet, dass ein großer Rollkoffer bis zum Rand gefüllt werden konnte.

Am 14.12.15 fuhr ich dann mit je zwei Kindern.unserer vierten Klassen in die ZEA Bargkoppelstieg. Die Eindrücke dieses Besuchs beschreiben hier unsere „Abgesandten“:

Shanshan 4a:

Am Montag, den 14.12.15 fuhren aus jeder vierten Klassen zwei Kinder mit Frau Kretschmer zum Flüchtlingsheim in Rahlstedt.

Als wir los wollten, kam Frau Kretschmer mit einem riesengroßen Koffer. Dieser Koffer war seeehr schwer! Von Sasel bis Rahlstedt ist ein langer Weg. Deswegen konnte Frau Kretschmer den Koffer nicht allein ziehen. Wir haben uns dabei abgewechselt. Außerdem hatten wir noch viele volle Tüten dabei.

Was im Koffer und den Tüten war: Stifte, Klebe, Filzstifte, Lineale, Papier …

Als wir da waren, haben wir ganz viele Kinder und Erwachsene gesehen. Wir wurden von einer Dame in Empfang genommen, von oben winkte eine andere Frau uns zu: Wir sollten hineingehen.

Wir drehten uns noch einmal um und betrachteten den Platz. Da war nur eine Tischtennisplatte, viele Bänke und ein Container, in dem Duschen und Toiletten waren.

Am Eingang des Gebäudes mussten wir uns beim Wachschutz anmelden. Ich wunderte mich, weil an der Zufahrt zum Gelände schon zwei Wachleute waren. Wir gingen die Treppen hoch, Frau Kretschmer nahm den Aufzug, weil der Koffer zu schwer war. Anschließend brachte die Dame uns zum Lager. Dort lagerten 5 Bobbycars, Packungen mit Looms, Buntstifte und vieles mehr.

Danach gingen wir in den Nachbarraum. Wir wollten Spiele mit den Kindern spielen: Eierlauf, Reise nach Jerusalem, Ballontanz. Dann kamen die anderen Kinder und es ging los. Wir haben ihnen gezeigt, wie es geht und sie haben es nachgemacht. Die Eier waren Deko-Eier, die man zu Ostern aufhängen kann. Deshalb haben einige Kinder die Eier an den Fäden festgehalten. Das war natürlich geschummelt! Wenn man mit einer Runde fertig war, bekamen die Kinder kleine Geschenke. Bei Reise nach Jerusalem hat ein Junge die Stühle auf Deutsch gezählt!

Dann mussten wir gehen, wir waren alle etwas traurig. Diesen Tag werde ich nie vergessen.

Emil Bosse 4b

Ich bin am 14.12.15 mit sieben anderen Kindern in eine Flüchtlingsunterkunft gefahren. Wir haben die Bastel- und Malsachen mitgenommen, die wir für die Kinder in der Schule gesammelt haben. Als wir dort angekommen sind, sind wir in den Spiel- und Bastelraum gegangen. Zuerst haben wir Eierlauf gemacht mit Plastikeiern und Plastiklöffeln. Anfangs waren nur wenige Flüchtlingskinder im Raum, aber dann sind immer mehr dazu gekommen. Die meisten Kinder waren jünger als wir. Nur ein Junge war ungefähr so alt wie wir. Wir haben uns in einer Mischung aus Englisch und Deutsch unterhalten. Nach dem Eierlauf haben wir Reise nach Jerusalem gespielt. Als letztes haben wir mit Ballons gespielt. Wir haben Schweinchen in der Mitte gespielt. Danach mussten wir leider los. Es hat richtig viel Spaß gemacht. Ich fand die Kinder sehr nett.

Annalena 4d:

Wir waren am Montag, den 14.12.15 mit je zwei Kindern aus den vierten Klassen in einem Flüchtlingslager. Da gab es ein extra Gebäude, wo Ärzte waren und einen Spielraum, in dem haben wir gespielt. Als wir reingekommen sind, haben wir unsere Jacken ausgezogen und einen Parcours mit Tischen aufgebaut. Danach sind die Flüchtlingskinder gekommen und wir haben mit ihnen Eierlaufen gespielt. Wer mitgemacht hat, hat ein kleines Geschenk gekriegt, z.B. eine kleine Kette. John und die anderen haben sich mit einem Jungen angefreundet und mit ihm gespielt. Luise und ich wir haben mit den Mädchen gespielt. „Reise nach Jerusalem“ hat mir am meisten Spaß gemacht. Am Schluss haben wir Luftballontanz gespielt und danach mussten wir leider zur Schule zurück. Die Flüchtlingskinder waren auch traurig, dass wir zurück mussten. Unten haben die Eltern auf einer Bank auf ihre Kinder gewartet.

John 4d:

Je zwei Kinder aus der 4a, 4b, 4c und 4d sind in ein Flüchtlingsheim gefahren. Als wir in den Raum der KinderAG reingekommen sind, hat uns eine Frau begrüßt. Der Raum war etwas kleiner als unser Klassenraum. An den Wänden hingen Bilder, die die Kinder gemalt haben. Als nächstes haben wir einen Parcours für das Eierlaufen aufgebaut. Dann sind die Flüchtlingskinder gekommen. Das jüngste war etwa 3 Jahre alt. Eierlaufen hat allen Spaß gemacht. Danach haben wir „Reise nach Jerusalem“ gespielt. Da haben einige geschummelt, das war aber nicht schlimm. Wir haben später noch mit Luftballons gespielt. Leider mussten wir dann schon gehen.

Tom 4a:

Es war Montag, der 14.12.15. Als ich in der Schule war, haben wir gerade ausgelost, wer von der 4a zu den Flüchtlingen in die Erstaufnahmeeinrichtung in Rahlstedt fahren sollte. Shanshan und ich wurden gelost. Wir haben uns gefreut. Vor Frau Kretschmers Klasse haben wir gewartet. Da kam sie mit voll gepacktem Trolley und den Kindern aus den Parallelklassen. Mit dem Bus 24 sind wir zur Flüchtlingseinrichtung gefahren. Das letzte Stück sind wir gelaufen. Und dann waren wir da. Hohe Zäune umgaben die Anlage. Sie bestand aus zwei Lagerhallen. Als wir reingehen wollten, musste Frau Kretschmer dem Pförtner sagen, dass wir von der Schule sind. Vor der einen Lagerhalle waren viele Menschen, vor der anderen warteten einige Frauen auf uns, die mit uns hineingingen. Dort waren viele Türen. Hinter einer Tür war ein Arzt. Hinter einer anderen Tür waren ein Lagerraum und daneben die Praxis der Kinderärzte. Aber am Montag sind die nicht da. Daneben war der Spielraum. Dann kamen einige 3-11jährige Kinder mit denen haben wir gespielt. Auf dem Rückweg aßen wir zur Stärkung einen Schokoriegel.. Das war ein sehr spannender Tag.