Beratungsstelle Gewaltprävention

Die Beratungsstelle Gewaltprävention ist eine von drei Einrichtungen der Stabsstelle „Prävention, Intervention und Beratung“ des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

Die Beratungsstelle Gewaltprävention ist eine von drei Einrichtungen der Stabsstelle „Prävention, Intervention und Beratung“ des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

 Sie bietet allen Interessierten schnelle, fachkundige Beratung und Unterstützung bei der Bearbeitung von Gewaltfällen und dem Aufbau einer friedfertigen Schulkultur. Die Beratungsangebote gelten für akute Konfliktsituationen, d.h. bei Gewalthandlungen von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext, beinhalten die Unterstützung und Begleitung von Schulen bei der Durchführung von gewaltpräventiven Maßnahmen und berücksichtigen den Fortbildungs- und Informationsbedarf von Lehrkräften, der Eltern- und Schülerschaft.

 Aufgaben und Angebote

  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle Gewaltprävention stehen den Schulen in akuten Krisensituationen und bei massiven Gewaltvorfällen zur Verfügung. Sofortige Unterstützung vor Ort, Krisenintervention, Konfliktmanagement und Koordination der einzuleitenden Maßnahmen sind erste Hilfestellungen in Notlagen.
  • Den zweiten Schwerpunkt stellt die Fallarbeit mit jugendlichen Gewalttäterinnen und -tätern dar. Schulen melden der Beratungsstelle Gewaltprävention Gewalthandlungen durch Jugendliche. In Kooperation mit der Schule und der Schulaufsicht, den Familien, ReBBZ, der Polizei, dem bezirklichen Jugendamt, Jugendgerichtshilfe und den Familieninterventionsteams (FIT) werden diese Schülerinnen und Schüler „unter Beobachtung“ gestellt. D.h., sämtliche Maßnahmen werden koordiniert, um den Jugendlichen einerseits zu zeigen, dass sie erst aus der Beobachtung herauskommen, wenn sie ihr Verhalten ändern, aber andererseits eben auch eine Unterstützung dabei erhalten. In einigen Fällen wird beispielsweise das Projekt „Gefangene helfen Jugendliche“ aktiv oder eine Coolness-Gruppe von Nordlicht e.V. vorgeschlagen.

  • Das dritte Aufgabenfeld bildet der Bereich Gewaltprävention. Schulen werden beraten und unterstützt, wenn sie gewaltpräventive Projekte kennen lernen, umsetzen oder langfristig verankern wollen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle sichten neue Konzepte und Modelle, stehen im Austausch mit Fachkollegen und haben Erfahrung in der Schulentwicklung und -beratung.
    Schulische Gewaltprävention lässt sich konkret an Beispielen beschreiben:

  • Hamburger Schulen verankern die Streitschlichtung in ihrem Schulalltag – als „Streitschlichter“ ausgebildete Kinder und Jugendliche schlichten die Konflikte ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

  • Gemeinsam von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern erarbeitete Klassenregeln, Schulverträge oder Hausordnungen bilden die solide Basis für einen sozialen Umgang miteinander.

  • Verantwortungsübernahme und Beteiligung von Schülerinnen und Schüler werden durch Klassenräte, Etagenkonferenzen oder Schulkonferenzen gefördert.

  • Moderne Konzepte zum Sozialen Lernen und zum Umgang mit Konflikten werden mit Schulklassen im Rahmen von Projekttagen erprobt.

  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle informieren, koordinieren und begleiten diese Maßnahmen und Projekte und erarbeiten neue Ansätze, z.B. mit Kulturvermittlern, Konzepten geschlechtsspezifischer Gewaltprävention und Keep-Cool-Gruppen im schulischen Kontext.

Vierter Schwerpunkt ist die Fortbildung von Lehrkräften im Umgang mit Gewalt und Konflikten. Dabei stehen Pädagogische Jahreskonferenzen im Mittelpunkt: Im Rahmen einer Vorbereitung werden Aspekte der Gewaltpräventionsarbeit bzw. der Fallarbeit von den Kolleginnen und Kollegen abgefragt. Anschließend werden Fachreferentinnen und -referenten zu den interessierenden Bereichen ausgewählt. Durchführung und Nachbereitung schließen die Zusammenarbeit ab bzw. leiten in die Begleitung eines gewaltpräventives Projektes über.

Beratungsstelle Gewaltprävention
Winterhuder Weg 11
22085 Hamburg

Tel.: (0 40) 4 28 63- 6244
Fax: (0 40) 4 28 63- 6245

gewaltpraevention@li-hamburg.de

 

 

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